Kloster Maulbronn

Weltkulturerbe und eine Kräuterwanderung

 

Gestern haben wir einen wunderschönen Tag am Rande des Strombergs, in der Klosterstadt Maulbronn verbracht. Das mittelalterliche Zisterzienser-Kloster ist nicht nur sehr gut erhalten, es fügt sich auch perfekt in die Umgebung aus alten  Fachwerkhäusern, Mauern und Türmen ein. Beim Schlendern durch die Anlage kommt sofort Urlaubsstimmung auf und bei gutem Wetter kann man sein Mittagessen im Biergarten einer der vielen Restaurants genießen.

Begonnen haben wir den Tag jedoch mit einer Kräuterwanderung in den Weinbergen des Klosters. Das Besondere in Maulbronn ist, dass im Torwärterhäuschen der Klosteranlage eine Kräuterhexe wohnt: Gabriele Bickel. Viele kennen sie vielleicht bereits aus dem Fernsehen oder von ihren Büchern.

Während der Führung gab es nicht nur viele interessante Informationen über Kräuter und den Weinberg allgemein, wir durften auch fühlen, riechen und schmecken. Mit meinem erworbenen Halbwissen möchte ich hier nicht glänzen, aber wer sich etwas in die Materie einlesen möchte, dem kann ich das Buch "Meine Kräuterhexen-Geheimnisse" von Gabriele Bickel empfehlen.

Eine (für mich) sehr interessante Information möchte ich hier aber doch weitergeben:

Habt Ihr Euch auch schon mal gewundert, wenn Ihr beim Kochen frischen Oregano aus dem Garten verwendet habt, dass das typische Aroma fehlte? Hier des Rätsels Lösung:

Oregano sollte man erst ab September ernten, da die Blätter erst dann diesen typischen Geschmack entwickeln.

Außerdem noch interessant fand ich, warum viele Pflanzen einen bitteren Geschmack entwickeln, wenn Sie blühen. Hierbei handelt es sich um einen Schutzmechanismus der Pflanze, um die sich entwickelnden Früchte vor Fraßfeinden zu schützen. Der bittere Geschmack ist auch ein Hinweis darauf, dass die Pflanze in diesem Stadium Gift eingelagert hat und man sie daher nicht mehr essen sollte. Das gilt u.a. für Rucola, Spinat und Mangold.

Unten seht Ihr noch ein paar Impressionen von der Wanderung. Wie Ihr seht, haben es mir die Weinbergmauern besonders angetan.

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